{"id":746,"date":"2015-08-05T15:22:13","date_gmt":"2015-08-05T13:22:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lag-gedenken-in-hessen.de\/?page_id=746"},"modified":"2019-09-22T17:34:36","modified_gmt":"2019-09-22T15:34:36","slug":"judaica-im-stadtmuseum-hofgeismar","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lag-gedenken-in-hessen.de\/?page_id=746","title":{"rendered":"Judaica im Stadtmuseum Hofgeismar"},"content":{"rendered":"\n<table id=\"tablepress-37\" class=\"tablepress tablepress-id-37\">\n<tbody class=\"row-striping\">\n<tr class=\"row-1\">\n\t<td class=\"column-1\"><b>Kurzbeschreibung<\/b>  <\/td><td class=\"column-2\">Die Abteilung Judaica im Stadtmuseum Hofgeismar besteht seit 1983. Ihre st\u00e4ndige Ausstellung thematisiert j\u00fcdisches Leben und Kultur in der Region einerseits und die Verfolgung und Vernichtung in der NS-Zeit andererseits. Lokalgeschichtliche Forschung und museumsp\u00e4dagogische Angebote haben die Abteilung heute zu einer gefragten Bildungseinrichtung gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-2\">\n\t<td class=\"column-1\"><b>Tr\u00e4ger \/<br \/>\nInitiative<\/b>  <\/td><td class=\"column-2\">Magistrat der Stadt Hofgeismar. Die Arbeit des Stadtmuseums wird gef\u00f6rdert durch den Verein f\u00fcr Hessische Geschichte und Landeskunde e.V.<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3\">\n\t<td class=\"column-1\"><b>Ziele<\/b>  <\/td><td class=\"column-2\"><b>Dauerausstellung:<\/b> 1470 wurden Juden in Hofgeismar erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. <br \/>\nDie hier lebenden Juden geh\u00f6rten zur Gesamtgemeinde aller Juden in der Landgrafschaft Hessen-Kassel und unterstanden dem Landrabbiner, der seinen Amts- und Wohnsitz seit 1772 in der Residenzstadt Kassel hatte. Auf etwa 110 qm findet der Besucher nach einer allgemeinen Einf\u00fchrung in das Thema zwei thematische Schwerpunkte. Der erste Raum besch\u00e4ftigt sich mit \u00bbj\u00fcdischem Leben\u00ab im privaten, \u00f6ffentlichen, beruflichen und religi\u00f6sen Bereich. Religionsgeschichtliche Aspekte werden ebenso behandelt wie sozial-geschichtliche. Der zweite Raum erinnert mit ausgew\u00e4hlten Exponaten und einer Liste der 453 namentlich sicher bekannten j\u00fcdischen Opfer des Holocaust aus dem heutigen Landkreis Kassel an die Verfolgung und Vernichtung j\u00fcdischer Kultur und j\u00fcdischen Lebens im Dritten Reich. Ein Archiv sowie ein Bibliotheks- und Arbeitsraum zur j\u00fcdischen Kultur und Geschichte erm\u00f6glichen weitergehende Studien und Nachforschungen. <\/br><\/br><b>Der j\u00fcdische Friedhof Hofgeismar:<\/b> Der j\u00fcdische Friedhof in Hofgeismar mit seinen 125 noch vorhandenen Grabsteinen ist ein Ort, der an die 500 Jahre w\u00e4hrende Geschichte der j\u00fcdischen Gemeinde Hofgeismars erinnert, der Zeugnis \u00fcber die Zerst\u00f6rungen der NS-Zeit ablegt und dar\u00fcberhinaus mit den Gr\u00e4bern der j\u00fcdischen Displaced Persons ein Kapitel Nachkriegsgeschichte der Stadt Hofgeismars dokumentiert. Der Friedhofsbesucher findet ein Handbuch mit Legeplan vor, dass ihm alle heute vorhandenen Grabinschriften erschlie\u00dft. Ein Gedenkstein von 2013 tr\u00e4gt die Namen der Menschen, deren Grabsteine von den Nazis zerst\u00f6rt wurden. Der Schl\u00fcssel f\u00fcr das Friedhofstor und das Handbuch f\u00fcr den Friedhofsbesucher k\u00f6nnen an der Pforte des benachbarten Krankenhauses abgeholt werden.<\/br><\/br><b>Die Stolpersteine:<\/b> 21 Stolpersteine an 10 unterschiedlichen Standorten in Hofgeismar werden in die Arbeit der Museumsmitarbeiter einbezogen. (Siehe Angebote)<br \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4\">\n\t<td class=\"column-1\"><b>Angebote<\/b>  <\/td><td class=\"column-2\"><b>Dauerausstellung:<\/b><\/br> Neben 1 \u00bd -st\u00fcndigen F\u00fchrungen f\u00fcr Erwachsene werden Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen  besondere F\u00fchrungen angeboten. Im Dialog mit den Sch\u00fclern werden sowohl religi\u00f6se Aspekte als auch die Geschichte der j\u00fcdischen B\u00fcrger Hofgeismars und der Region thematisiert. Ein eigens entwickeltes Arbeitsheft erm\u00f6glicht es Sch\u00fclern der Grundschule und Mittelstufe, selber aktiv forschend thematische Schwerpunkte zu erarbeiten. Sch\u00fcler ab der 9. Klasse k\u00f6nnen anhand von Quellenmappen mit ausgew\u00e4hlten Dokumenten und mithilfe eines Zeitungsarchivs eigene Erkenntnisse \u00fcber die NS-Stadtgeschichte und \u00fcber individuelle Lebenswege der Juden gewinnen.<\/br><\/br><b>Sch\u00fcler-Projekte:<\/b><\/br>Ein begleitendes Jahresprogramm bietet Projekte f\u00fcr Schulklassen an.Dazu geh\u00f6ren u.a. Projekte wie \u201eDie Tora\u201c, \u201eSabbath\u201c und die j\u00fcdischen Feiertage \u201ePurim\u201c, \u201ePessach\u201c oder \u201eChanukka\u201c. Das Buchprojekt \u201eIn meiner Tasche\u201c (Opal Verlag Kassel) thematisiert  Ausgrenzung und Verfolgung und die Rettung von j\u00fcdischen Kindern aus Nazi-Deutschland durch die \u201eKindertransporte\u201c nach England. Kinder der 4. Klasse befassen sich mit dem Schicksal zweier Hofgeismarer Kinder und der 7-j\u00e4hrigen Dorrith Oppenheim aus Kassel, die allein ins rettende Ausland geschickt wurden. <\/br><\/br><b>Der j\u00fcdische Friedhof:<\/b><\/br>Die Mitarbeiter der j\u00fcdischen Abteilung bieten eine ca. 2-st\u00fcndige Gruppenf\u00fchrung \u00fcber den j\u00fcdischen Friedhof Hofgeismar an.Die Erkundung des j\u00fcdischen Friedhofs wird  dar\u00fcber hinaus als mehrt\u00e4giges Projekt Grundsch\u00fclern der 4. Klasse angeboten. Dazu wurde ein besonderes Arbeitsheft entwickelt. Sch\u00fcler ab der 8. Klasse haben die M\u00f6glichkeit, unter Anleitung der Museumsmitarbeiter selbstst\u00e4ndige Feldforschung zu betreiben. In Kleingruppen erarbeiten sie sich religi\u00f6se und geschichtliche Zusammenh\u00e4nge.<\/br><\/br><b>Stolpersteine:<\/b><\/br>Stadtf\u00fchrungen zu den 10 Stationen der 21 Hofgeismarer \u201eStolpersteine\u201c informieren nicht nur \u00fcber den Leidensweg der Hofgeismarer Juden, sondern auch \u00fcber ihr Leben vor 1933 in ihrer Heimatstadt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5\">\n\t<td class=\"column-1\"><b>Standorte<\/b>  <\/td><td class=\"column-2\"><b>Dauerausstellung im Stadtmuseum Hofgeismar: <\/b><\/br>Petriplatz 2<\/br>34369 Hofgeismar<\/br>Telefon: 05671 - 4791<\/br><\/br>J\u00fcdischer Friedhof: Schanzenweg, 34369 Hofgeismar<br \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6\">\n\t<td class=\"column-1\"><b>Internet<\/b>  <\/td><td class=\"column-2\"> <a href=\"http:\/\/www.museum-hofgeismar.de\"target=\"_blank\"><b>www.museum-hofgeismar.de<\/b><\/a><br \/>\n <a href=\"mailto:museum@stadt-hofgeismar.de\">museum@stadt-hofgeismar.de<\/a><br \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-7\">\n\t<td class=\"column-1\"><b>Publikationen<\/b>  <br \/>\n(Auswahl)<\/td><td class=\"column-2\"><b>Helmut Burmeister\/Michael Dorhs (Hrsg.): <\/b><\/br>Suchet der Stadt Bestes. Die j\u00fcdische Gemeinde Hofgeismars zwischen Assimilation und Untergang.<\/br><\/br><b>Helmut Burmeister\/Michael Dorhs:<\/b><\/br> Vertraut werden mit Fremdem. Zeugnisse j\u00fcdischer Kultur im Stadtmuseum Hofgeismar<\/br><\/br><b>Helmut Burmeister\/Michael Dorhs (Hrsg.):<\/b> <\/br>\u201eDas achte Licht. Beitr\u00e4ge zur Kultur- und Sozialgeschichte der Juden in Nordhessen.<\/br><\/br><b>Julia Drinnenberg: <\/b><\/br>St\u00e4tten der Erinnerung \u2013 Ged\u00e4chtnis einer Stadt. Die Opfer des Nationalsozialismus in Hofgeismar.<\/br><\/br><b>Chaim\/Imek Segal:<\/b><\/br> Chaim hei\u00dft Leben. Ein j\u00fcdisches Schicksal in Boryslaw und ein <\/br><\/br><br \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-37 from cache -->\n<div class='printomatic pom-default ' id='id5059' alt='Seitentext drucken' title='Seitentext drucken' data-print_target='article'><\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"page-full-width.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["entry","page","publish","author-admin","post-746"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lag-gedenken-in-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/746","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lag-gedenken-in-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lag-gedenken-in-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lag-gedenken-in-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lag-gedenken-in-hessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=746"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.lag-gedenken-in-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/746\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1261,"href":"https:\/\/www.lag-gedenken-in-hessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/746\/revisions\/1261"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lag-gedenken-in-hessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=746"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}