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Trauer um Hans-Peter Klein

29. Juli 2026 by admin
Foto: Hans-Peter Klein (links) mit Mordechay Speier, März 2007

Mit großer Betroffenheit haben wir erfahren, dass Hans-Peter Klein am 20. Juni 2026 im Alter von 74 Jahren verstorben ist. Mit ihm verlieren wir einen besonderen Menschen, der sich über vierzig Jahre hinweg mit außergewöhnlichem Engagement für die Aufarbeitung und Vermittlung der jüdischen Geschichte, der Gedenkstättenarbeit und der Demokratiebildung eingesetzt hat. Ab Ende der 1990er Jahre hat er über zehn Jahre lang an einem Schultag pro Woche in der Gedenkstätte Breitenau gearbeitet und wir haben ihn in dieser Zeit als einen überaus freundlichen, hilfsbereiten, sehr kompetenten und engagierten Kollegen schätzen gelernt.

Hans-Peter Klein hatte an den Universitäten Mainz und Marburg studiert und war später als Gymnasiallehrer für die Fächer Geschichte, Deutsch und Latein an der Gesamtschule Melsungen und der dortigen Geschwister-Scholl-Schule tätig.

Als er 1986 nach Gudensberg zog, stieß er auf die 1843 erbaute ehemalige Synagoge, die am Verfallen war, und gründete den „Arbeitskreis Synagoge Gudensberg“, um das Gebäude zu retten und für kulturelle Zwecke nutzen zu können. Nach langer Überzeugungsarbeit gelang es ihm mit dem Arbeitskreis, dass die Stadt das Gebäude kaufte und restaurierte und am 7. November 1995 als Kulturhaus, mit einer von ihm erarbeiteten Dauerausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde, eröffnete. Seit 2022 gibt es dort eine neue Ausstellung, die von Carolin Sohl mit Unterstützung von Hans-Peter Klein gestaltet wurde.

Hans-Peter Klein hat sich auch sehr für die Stolperstein-Initiativen engagiert und an zahlreichen Verlegungen in der Region mitgewirkt, z.B. in Gudensberg, Melsungen aber auch in Kassel und Leipzig. Mit seinen Recherchen zu zahlreichen jüdischen Verfolgten gab er den Opfern ihre Namen und ihre Geschichte zurück.

 

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Posted in: Aktuelles Tagged: Gedenken
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